Patchouli

Getrocknetes Kraut von Patchouli (Pogestmon patchouli od. Pogestemon cablin) ist als Zutat im Räucherwerk sehr beliebt, obwohl es viele Menschen gibt, die beim Duft des Patschuli lieber Reißaus nehmen. Ich gehörte auch sehr viele Jahre dazu, nachdem ich eine unliebsame Begegnung mit einem wirklich schlimmen Patchouli-Parfüm hatte. Inzwischen nähern sich das Patschulikraut und ich uns wieder an, so dass ich ab und an ein paar Kräuterblätter in meine Räuchermischungen menge. Insgesamt gibt es bis zu 90 Patschuliarten, am bedeutsamsten ist Indisches Patchouly. Hauptanbaugebiete liegen in Asien und Afrika.

Wie riecht Patchouli?

Den Geruch von Patchuli kenne ich nur von getrockneten Kräutern, wodurch der Duft natürlich sich anders verhält als bei der frischen Pflanze. Generell wird Patchouli als sehr schwer, muffig, dumpf, sehr süß und exotisch duftend beschrieben. Beim Räuchern entfaltet sich ein erdig-balsamischer, krautiger und leicht erdiger Patschuliduft. Sein Geruch erinnert einige an Mottenkugeln oder wird von anderen häufig mit dem aufregenden orientalischen Geruch Indiens gleichgesetzt; und so kann Patchouliduft entweder vollkommen abstoßend oder total anziehend, sinnlich und lieblich wirken.

Patchouli wird als Riechstoff in sehr vielen Eau de Parfums eingesetzt. Wird es darin sehr dezent und ausgewogen dosiert, ergänzt Patschuli ein Parfüm auf schöne Weise, zu viel davon wirkt dagegen aufdringlich, altbacken und unangenehm, wenn man diesen speziellen Duft nicht mag.

Mit Patchouli räuchern

Getrockneter Patchouli und Patschuli-Substanzen spielen in der Aromatherapie eine wichtige Rolle und werden für Duftlampen, Bäder, Cremes, Kompressen, als Massageöl und vieles Weitere verwendet. In Cremes und als Badezusatz wirkt Patschuli antiviral, entwässernd und wundheilend. Das ätherische Öl wirkt erotisierend. In Malaysia, China und Japan zählt Patchouli zu den wichtigsten heilmedizinischen Kräutern, weil es nicht nur bei verschiedenen Erkrankungen für Linderung sorgt, sondern auch beruhigend wirkt, die Kreativität fördert und Harmonie verbreitet.

Wie alle Kräuter sollte auch Patschuli vor dem Räuchern im Mörser zerkleinert werden, weil das trockene Kraut sonst zu schnell verbrennt und dann nur verbrannt riechen würde. Patchoulikraut harmoniert sehr gut mit Lavendel, Rose, Salbei und ebenso mit Harzen wie Myrrhe, Opoponax, Labdanum sowie Sandelholz und Zeder. Zwar bin ich nach wie vor noch kein großer Fan von Patschuli, doch als Zutat beim Räuchern kann ich kleine Mengen des getrockneten Krauts als sehr angenehm empfinden.

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