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Räuchermischung Asthma

Räuchern wird von vielen Menschen bei Beschwerden durch Atemwegserkrankungen als äußerst angenehm empfunden und so soll die Zeit während Husten, Erkältungen, bronchialem Infekten und Asthma leichter sein. Ausdrücklich: Natürlich heilt die Räucherei nicht. Aber als Asthmatikerin empfinde ich das Räuchern verschiedener Duftharze und Hölzer ebenfalls als sehr wohltuend und das Haus riecht auch noch prima. Im Laufe der Zeit und nach einigem Ausprobieren hat sich meine „Räuchermischung Asthma“ für mich als äußerst wohltuend herauskristallisiert. Sie duftet klasse und deshalb verräuchere ich sie auch zwischendurch, jedoch nicht täglich.

Meine Räuchermischung Asthma

Inzwischen habe ich viele Duftharze, Dufthölzer und Kräuter ausprobiert. Meine persönliche Räuchermischung Asthma besteht drei einzelnen Zutaten für mein individuelles Räucherwerk:

  • Myrrhe
  • Styrax
  • Sandelholz weiß

Olfaktorisch finde ich die Räuchermischung Asthma absolut gelungen, asthmatische Beschwerden habe ich weniger oft, wenn ich räuchere. Sandelholz weiß duftet balsamisch und warm; diesen Geruch mag ich in Eau de Parfum sehr gerne und im Räucherpapier Papier d’Armenie. Myrrhe ist der tolle Duft, den man in der Kirche im Weihrauch sehr präsent wahrnehmen kann. Von Styrax hatte ich erst keine Vorstellung, wie das duftet und nach wie vor fällt es mir schwer, den Styraxgeruch zu beschreiben. Die Kombination meiner Räuchermischung Asthma ergibt einen schönen Gesamtduft, der sich auch im Haus lange hält, ohne penetrant zu riechen.

Sparsam mit Styrax räuchern

Wegen der synthetischen Beduftung der Styrax-Plättchen (eigentlich wird dafür süßer liquidambar orientalis verwendet) soll Styrax nur sparsam benutzt werden und nicht täglich geräuchert werden. Für mich genügt es, alle paar Tage die Räuchermischung Asthma genießen zu können. Pro Räucherung verwende ich 2-3 Styrax Kohleplättchen. Myrrhe lege ich gerne nach, ebenso wie das weiße Sandelholz, welches ohnehin meine bevorzugte Räucherware ist.

So verwende ich meine Räuchermischung Asthma

Ich räuchere russfrei und qualmfrei und warte mit dem Auflegen des Räucherwerks, bis die Kohle mit Asche weiß überzogen ist. Dann gebe ich Räuchersand auf die Räucherkohle, damit das Räucherwerk nicht zu heiß wird. Da es Styrax fast nur noch als kleine Kohleplättchen gibt, die mit Styrax getränkt sind, lege ich die kleinen Kohleplättchen zuerst auf den Sand, dann folgt eine kleine Menge Myrrhe Granulat. Von dem weißen Sandelholzpättchen knippse ich ein Stück in Größe eines Reiskorns mit dem Nagelclips ab und lege dies obenauf. So entfaltet sich der warm-balsamische Sandelholzduft ganz langsam und ist am längsten wahrzunehmen.

Die Räucherschale mit der Räuchermischung Asthma stelle ich in eine Ecke des Raums, in dem ich mich befinde. Aber nicht in unmittelbare Nähe, da mir das zu intensiv ist. Die Räucherzutaten verströmen ohnehin ihren Duft durch das Haus, so dass der tolle Geruch überall wahrnehmbar ist. Selbst bei Erkältung und Grippe nimmt meine Nase diese Duftmischung wahr und findet sie gut.

Weiteres Räucherwerk bei Asthma

Oft liest man, dass Benzoe Siam als Zutat für eine Räuchermischung Asthma empfohlen wird. Es soll desinfizieren und die Beschwerden bei Bronchialerkrankungen und Erkältungskrankheiten lindern. Auf diese Empfehlungen hin hatte ich mir Benzoe Siam bestellt, jedoch mag und vertrage ich dieses Duftharz überhaupt nicht. Auch Weihrauch wird oft in Zusammenhang mit Asthma erwähnt, da das Harz des Weihrauchbaums als entzündungshemmend gilt.

Häufig empfohlen werden auch Räucherwaren wie Olibanum, Kampfer und Amber. Amber Dhoop zählt ebenfalls wie das Sandelholz aus meiner Räuchermischung Asthma zu meinen olfaktorischen Favoriten, jedoch ist es konsistenzbedingt mit der Dosierung schwer und zuviel davon macht mir massive Atemnot und lässt mich um Luft ringen. Kampfer und Olibanum habe ich noch nicht ausprobiert, daher kann ich keine eigenen Erfahrungswerte wiedergeben.

Fazit zur Räuchermischung Asthma

Ob meine Rezeptur als angenehm, lindernd und wohltuend empfunden wird, muss sicherlich jeder selbst ausprobieren. Ich persönlich bin schon lange zur Einschätzung gekommen, dass das Empfinden zu einer Räuchermischung immer individuell ist und jeder auf die einzelnen Duftharze und Hölzer anders reagiert. Natürlich hängt es auch davon ab, welche Mengen der Harze und Hölzer zum Räuchern verwendet werden und wie heiß das Räucherwerk wird. Ein gutes Beispiel ist Amber Dhoop, das unglaublich wohl duftet, aber bei einer zu großen Menge sofort zu rauchen anfängt, sich sehr aufdringlich entwickelt und dann das Atmen bei mir massiv beschwert, statt zu erleichtern. In Papier d’Armenie ist Benzoe Siam enthalten; darin mag ich es sehr gerne. Als Harz verräuchert mag ich es nicht und es raubt mir die Luft. Ganz anders dagegen meine Räuchermischung Asthma, die bei MIR perfekt ist.

Reden Sie mit Ihrem Arzt

Gerade Asthmatiker und Allergiker sollten jedoch nicht einfach auf die Schnelle mit dem Räuchern anfangen, sondern sich mit der Thematik ernsthaft auseinandersetzen und mit dem Arzt darüber sprechen. Auch, wenn die Räuchermischung Asthma – und überhaupt ALLE Räuchermischungen – nicht direkt inhaliert wird bez. werden, sondern auch dann positiv sind, wenn die Räucherschale weit entfernt steht und den Raum beduftet. Wichtig ist auch, dass nach dem Räuchern gut gelüftet wird. Im Grunde „funktioniert“ das Räuchern auch, wenn der Raum geräuchert wird und niemand sich darin befindet, sondern erst das Zimmer betreten wird, wenn nach der Räucherung gelüftet wurde. So desinfiziert und beduftet man heute teilweise noch in anderen Ländern erfolgreich Krankenhäuser, um Infektionsrisiken zu reduzieren und Kranken Linderung bei diversen Beschwerden und Krankheiten zuteil werden zu lassen. In diesem Zusammenhang werden die zuvor erwähnten Harze, Sandelholz und Styrax immer wieder in der Literatur erwähnt.

Tonkabohne

Aromatischer Samen des Tonkabaums

Etwas länger als eine Mandel ist die Tonkabohne mit ihrem betörenden süßlich-vanilliartigem Duft. Sie ist der Samen des Tonkabohnenbaums (Dipteryx odorata), der in Venezuela, Guyana, Französisch-Guyana, Kolumbien, Peru, Kenia und Nigeria beheimatet ist.

Die Bohne sitzt innerhalb der etwa birnengroßen Tonkafrucht und ist ähnlich wie Nüsse relativ hart. In getrocknetem Zustand hat sie eine Länge von 2-3 cm und wiegt etwa 5 Gramm. Durch die Fermentierung des Samens färbt sich die Schale der Tonka dunkelbraun bis schwarz.

Zum Räuchern kann ein Stück der fast schwarzen Tonkabohne mit dem Mörser zerstoßen oder mit einer Muskatreibe abgerieben werden. Der Duft ist süß und ähnelt sehr der gefälligen Vanille. Obwohl die meisten Menschen die Tonkabohne nicht kennen, begegnen wir ihr im Alltag häufig.

Ernte der Tonkabohne

Hauptsächlich stammt die aromatisch duftende Bohne aus Venezuela und Nigeria. Der Tonkabohnenbaum wächst bis zu einer stattlichen Höhe von etwa 30 Metern heran. Sind die Früchte reif, fallen sie herab, aufgelesen, aus dem Fleisch der Tonka herausgelöst und getrocknet. Das Fruchtfleisch selbst ist geschmacklos, die Bohnen werde mehrere Monate getrocknet, bis sie ihr typisches Aussehen erhalten.

Tonkabohne in Desserts und Parfüm

Die kernartige Tonkabohne schmeckt und duftet süßlich und erinnert an Geschmack und Geruch einer Vanilleschote, entwickelt auf der Zunge ebenfalls ein leicht scharfes Aroma und erinnert an Mandelduft und Amarettolikör. Die Konsistenz ist vergleichbar mit dem einer Mandel. Ihr Duft ist von warmen und erotisierenden Noten geprägt und wird allgemein als wohlduftend empfunden.

Für Desserts kann etwas der Tonkabohne abgerieben werden oder die Bohne wird in Milch ausgekocht, die später zur Herstellung einer Süßspeise verwendet wird. Geriebene Tonka kann in Speiseeis, Sahne, Pudding oder ähnliche Süßspeisen gemischt werden, schmeckt sehr lecker in Obstkompott, Erdbeeren, Marmelade und überall dort, wo Vanille eine aromatische Zutat ist.

Ist Tonka giftig?

Tonkabohne enthält Cumarin; ein Stoff, der als bedenklich gilt, wenn er in zu großen Mengen konsumiert wird. In geringen Mengen entfaltet er Wohlaromen in Parfum, wurde zum parfümieren von Tabak genutzt und findet in Kosmetik Backwaren Anwendung. Aufgrund der geschmacklichen Nähe zu Vanille wird das Cumarin auch als Mexikanische Vanille benannt.

Die tolerierte Tagesdosis Curmarin liegt bei 0,1 mg/kg Körpergewicht. Ähnlich verhält es sich bei Zimt und Waldmeisterblättern. Der Cumaringehalt in der Tonka beträgt etwa 1-3 Prozent. Durch das Einlegen in Rum wird der Cumaringehalt in der Tonkabohne reduziert. Danach erfolgt die Fermentierung, wodurch sich der typische Duft der Tonkabohne erst bildet.

Letztlich ist nicht von einem gravierenden Risiko auszugehen, wenn man die Tonkabohne räuchert. Für eine harmonische Räuchermischung genügt es, ein kleines Stück der Tonka abzureiben und mit anderen Räucherwaren zu mischen.

In Geschmack und Duft ist Tonka sehr intensiv, daher ist eine übermäßige Verwendung oft zuviel des Guten und daher ist auszuschließen, dass ein Überkonsum und somit eine Aufnahme Cumarins in bedenklichem Ausmaß über die Tonkabohne erfolgt. Im Lebensmittelbereich gilt als empfohlene Höchstgrenze pro 1 kg Lebensmittel 2 Milligramm Cumarin.

Wirkung der Tonkabohne

Eingeborene Indianer nutzen die Bohnen, um sie als Heilungsmittel gegen Krankheiten einzusetzen. Ein Extrakt aus Tonkabohne soll Übelkeit, Krämpfe, Ohrenschmerzen, Erkrankungen der Atemwege (Asthma, Bronchitis, Husten) lindern und das Herz stärken.

Der Geruch des ätherischen Öls gilt als harmonisierend, beruhigend, aufhellend und deshalb findet sich Tonka sehr häufig in Parfüms wieder. Tonkaduft ist betörend, sinnlich, stresslindernd, entspannend, löst Anspannung und Nervosität und wirkt gegen Schlafstörungen.

Tonkabohne räuchern

Zum Kennenlernen des Tonkaduftes können Sie ein kleines Stück Tonka auf die mit Sand berieselte Kohle legen. Ihr samtig-würziger Vanilleduft macht sich sofort breit und reicht ein Gläschen Amaretto hinzu. Das Verräuchern einzelner Harze, Kräuter und Blüten möchte ich Ihnen ohnehin empfehlen, um die Düfte kennenzulernen. Sie werden ein Gespür dafür entwickeln, zu welchem Räucherwerk die Tonkabohne besonders gut passt. Tonka lässt sich am besten gemahlen räuchern. Die würzig-süße Bohne wird kurz vor der Räucherei auf einer kleinen Reibe abgerieben, so bleiben die intensiv duftenden ätherischen Öle erhalten.